Sehenswürdigkeiten in Wiesbaden 
Sehenswürdigkeiten in Wiesbaden

Sehenswürdigkeiten in Wiesbaden


Griechische Kapelle

Nicht zu verfehlen ist die „Griechische Kapelle“ auf dem Wiesbadener Neroberg. Ihre orientalische Erscheinung hebt sich unübersehbar von der Umgebung ab. Dabei ist die in der Wiesbadener Bevölkerung geläufige Bezeichnung für das einzige russisch-orthodoxe Gotteshaus in Wiesbaden mehr als irreführend. Die Bezeichnung „Griechische Kapelle“ rührt aus dem 19. Jahrhundert. Damals wurden alle orthodoxe Kirchen der Einfachheit halber „Griechische Kirchen“ genannt. Der Herzog von Nassau ließ die Kirche in den Jahren von 1847 bis 1855 zu Ehren seiner im Kindbett verstorbenen Frau, der 19-jährigen russischen Prinzessin Jelisaweta Michailowna, erbauen. Der damalige Oberbaurat Philipp Hoffman erhielt den Auftrag, den Bau streng nach der russischen Kirchenbauweise auszuführen. Inspiriert wurde Hoffman von der Erlöserkirche im Zentrum von Mokau. So konnte das orthodoxe Gotteshaus bereits am 25. Mai 1855 feierlich eingeweiht werden. Noch in der selben Nacht wurden die Särge der Großfürstin und der ihrer bei der Geburt ebenfalls verstorbenen Tochter in der Krypta beigesetzt. Kunstgeschichtlich zählt das Bauwerk zu den romanischen Denkmälern in Deutschland. Betreten konnte man die Kirche ursprünglich über zwei Eingänge, einem Süd- und einem Westeingang. Der Südeingang war dem Fürsten und den Adeligen vorbehalten, während der Westeingang für das „einfache“ Volk vorbehalten war. Mittlerweile ist die Kirche nur noch über den Westeingang erreichbar. Ein halbrunder Anbau an der Nordseite bildet im Inneren der Kirche eine vermeintliche Vertiefung. Hier steht der Sarkophag der verstorbenen Großfürstin. Interessant ist der Lichteinfall an dieser Stelle. Die Krypta erhält ihr Licht von oben und wird von den mit weißen Marmor ausgestatteten Wänden reflektiert. Sie sorgt so für ein angenehmes, warmes Licht. Ursprünglich als Grabstätte konzipiert, ist die prächtige Kirche heute ein Anziehungspunkt für kunst- und historisch interessierte Besucher von Wiesbaden.


Schloss Freudenberg, Erfahrungsfeld

Mitten in einem Park in Wiesbaden liegt das Schloss Freudenberg. Es ist eine Villa, die so groß ist wie ein kleines Schlösschen. Ein Künstler und seine Frau ließen diese Villa erbauen. Das Gebäude hat eine wechselvolle Vergangenheit. Sie stand lange Zeit leer und Schwamm nistete sich ein. Vor ein paar Jahren ist das Erfahrungsfeld Freudenberg hier entstanden. Künstler, Pädagogen und Handwerker taten sich zu einer Gruppe zusammen und richteten ein „Museum in Progress“ hier ein. Hier kann der Besucher mit allen Sinnen Ungewöhnliches erleben. Es finanziert sich ausschließlich über seine Einnahmen. Daher kosten der Eintritt und die Führungen etwas mehr. Eine Menge Geräte, Spielzeuge und Objekte laden zum Experimentieren ein. Im Summstein bringt Summen in einem Loch alles zum vibrieren. Beim Barfußpfad mit Matschfeld kann der Besucher erfahren, wie sich die unterschiedlichen Materialien an der Haut und den Füßen anfühlen. Ein besonderes Erlebnis ist jedoch der Besuch in der Dunkelbar. Hier gibt der Gast seine Bestellung in völliger Dunkelheit auf und muss dann auch das Essen und Trinken in absoluter Dunkelheit genießen. Wem dies nicht so zusagt, kann auch im Schlosscafe viele leckere Speisen probieren. Der Park um das Schloss herum lädt zum Spielen, zum Picknicken und Grillen ein. Auf dem Lagerplatz ist das Grillen erlaubt. Es finden auf Schloss Freudenberg unterschiedliche Veranstaltungen statt. Hier stehen Lesungen genauso wie Theateraufführungen mehrmals im Jahr auf dem Programm. Im Juni sind die Kulturtage für Kinder. Dabei geht es besonders bunt zu. Das Erfahrungsfeld ist montags geschlossen. Im Winter finden Führungen zum Thema Winter, Kälte, Schnee, Eisblumen und Eiszapfen statt. Das Schloss Freudenberg kann auch als ungewöhnlicher Ort für Tagungen, Konferenzen oder Seminare gebucht werden.


Hessischer Landtag

Wiesbaden ist die hessische Landeshauptstadt. Die Stadt hat eine lange Geschichte. Die Römer errichteten bereits im ersten Jahrhundert nach Christus Kastellbauten mit Badeanlagen. Sie wussten schon zu dieser Zeit die Heilkraft der insgesamt 26 Quellen zu nutzen. Noch heute sprudeln fast 2 Millionen Liter Thermalwasser täglich aus der Erde. Wiesbaden blieb anders als Frankfurt am Main, Darmstadt oder Kassel im 2. Weltkrieg von Bombenangriffen weitestgehend verschont. Also schlugen die Amerikaner ihr Hauptquartier in der Stadt auf. Die Amerikaner waren es auch, die Wiesbaden zur Hauptstadt des neu entstandenen Landes Hessen machten. Das Stadtschloss am Marktplatz wurde zum Sitz des Landtages. Erstmalig tagte er hier im Dezember 1946. Mitten im Zentrum des Marktplatzes liegt der hessische Landtag. Das Gebäude hat eine sehr schwere Eingangstür. Der Eingangsbereich erscheint zunächst etwas düster. In dem ehemaligen Stadtschloss lebten einst die Herzöge von Nassau. Der Besucher gelangt über Marmorstufen des Treppenhauses zum Parkettsaal. Das Musikzimmer und der Festsaal der Fürsten liegen hier. Der Bereich, der heute von den Politikern genutzt wird, wirkt wesentlich nüchterner. 1961 entstand anstelle der Reithalle des Schlosses der Sitzungssaal des Landtages. Er ist aus Beton. An der Rückwand sieht man den hessischen Löwen. Vorne befinden sich die Bänke des Präsidenten, des Schriftführers und der Minister. 110 Abgeordnete können hier Platz nehmen. Besucher haben auf der Empore die Möglichkeit, dem Landtag zuzuschauen. Hier kann der Besucher erleben, wo Politik gemacht wird. Dies ist ein unvergessliches Erlebnis. Führungen durch den Landtag sind möglich, müssen jedoch vorher angemeldet werden. Das Wappen von Hessen ist ein auf zwei Beinen stehender Löwe. Er ist rot - weiß gestreift.


Museum Wiesbaden

Das Museum Wiesbaden zeigt Mosaiken, die etwas vom alten Glanz und Anspruch der Kurstadt widerspiegeln. Die Sammlertätigkeit der nassauischen Herzöge haben die ältesten Museumsbestände eingebracht. Heute hat das Museum eine Galerie mit Kunst des 20. Jahrhunderts. Es sind auch Bilder des expressionistischen Malers Alexej von Jawlensky dabei. Es befindet sich eine naturwissenschaftliche Abteilung und Funde aus der Frühgeschichte und der Römerzeit im Museum. Dieser Teil des Museums wurde neu gestaltet. Er ist informativ und regt zum Vergleichen und Nachdenken an. Im Museum finden viele Sonderausstellungen statt. Die Dauerausstellungen sind die Kunstsammlung mit Gemälden, Skulpturen, Objekten, Installationen und Arbeiten auf Papier aus dem 15. bis 20. Jahrhundert und der Naturwissenschaftlichen Sammlung. Die Sammlungen gehen auf die ehemalige herzogliche Gemäldesammlung zurück. Johann Wolfgang Goethe hat die Anregung gegeben, das Museum mit Kunstwerken, Altertümer und Naturalien zu erweitern. Daraus entstanden 3 Museen. Die Träger waren der Verein für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung, der Nassauische Verein für Naturkunde und der Nassauische Kunstverein. Der erste Museumsort war das ehemalige Erbprinzenpalais. Heute ist dort die Industrie- und Handwerkskammer. 1899 ging das Museum in städtische Verwaltung über. Der Architekt Theodor Fischer entwarf und baute den Neubau, da in den alten Räume Platzmangel herrschte. Im 2. Weltkrieg wurde das Gebäude teilweise für militärische Zwecke genutzt. Ein großer Teil der Gemälde wurde 1944 nach Dresden gebracht. Sie kamen erst 1989 wieder zurück. Die Jawlensky-Sammlung wurde in den 50er und 60er Jahren neu aufgebaut. 1973 wurde das Museum dem Land Hessen übereignet. Im Jahre 2002 wurde die Sammlung Nassauischer Altertümer auf dem Nachbargrundstück ins Stadtmuseum integriert.


Kurhaus

Schon die Römer kannten die Heilkraft der Thermalquellen, und auch im Mittelalter wurden die warmen Quellen am Rhein geschätzt. Kein Wunder also, dass aus „Wisibada“ (das Bad an den Wiesen) sich die Kur- und Badestadt Wiesbaden entwickelte. Ein architektonisches Zeugnis des Lebens für und von der Kur ist das im Stile des Neoklassizismus erbaute Kurhaus. Eine der schönsten und größten Festbauten in Deutschland und Zentrum des Wiesbadener Kurecks an der Wilhelmstraße. Als die Bedeutung der Badekur am Anfang des letzten Jahrhunderts nicht nur eine gesundheitliche, sondern auch eine gesellschaftliche Komponente erhielt, wünschte sich Kaiser Wilhelm II. ein größeres, modernes und repräsentativeres Kurhaus für Wiesbaden. So wurde das „Alte Kurhaus“, in dem schon Johann Wolfgang v. Goethe seine Kuraufenthalte verbrachte, von 1905 bis 1907 abgerissen. Friedrich von Thiersch errichtete an gleicher Stelle für sechs Millionen Goldmark einen Neubau, von dem Kaiser Wilhelm II. behauptete, es sei das schönste Kurhaus der Welt. Eingerahmt von zwei gleich großen Flügeln befindet sich das Foyer in Form einer Halle und mit einer 21 Meter hohen Kuppel bedacht. Vor dem Haupteingang zum Foyer findet sich das sogenannte „Bowling Green“. Eine Rasenfläche, auf der schon viele Freiluftkonzerte zahlreicher Künstler stattfanden, die den unbeschreiblichen Anblick des beleuchteten Kurhauses als Kulisse nutzten. Die Kurhausflügel sind mit Festsälen ausgestattet. Während der Südflügel den großen „Friedrich von Thiersch Saal“ beherbergt, der mit seinen bis zu 1350 Sitzplätzen als Konzert- und Veranstaltungssaal genutzt wird, ist im Nordflügel der kleinere „Christian Zais Saal“ untergebracht. Heute ist das Kurhaus die erste Adresse für Gäste, die auf ein gutes gastronomisches Angebot Wert legen. Das Wahrzeichen der Stadt Wiesbaden beherbergt seit 1949 im ehemaligen Weinsaal das „Große Spiel“ der Spielbank Wiesbaden.


Naturerlebnistal Aukamm

Das Aukamm Naturerlebnistal ist ein ehemaliges Gartenbaugelände. Es liegt am Rand von Wiesbaden. Das Ökologie-Zentrum Aukammtal bietet Exkursionen zu unterschiedlichen Themen an. Einmal heißt es „Was wächst und krabbelt auf der Wiese“, ein anderes Mal „Leben im Bach“ oder auch „Wetterspaziergang“. Spielerisch wird auf diese Weise die Natur entdeckt. Hier wird verdeutlicht, wie wichtig die Ökologie für das Fortbestehen der Arten ist. In der Regel dauert eine Exkursion ca. 2 Stunden. Auch bei leichtem Regen finden sie statt. Gruppen und Schulklassen können extra Termine vereinbaren. An den Kurpark und das Thermalbad schließt sich das Aukammtal an. Über die Geschäftsstelle des Vereins Naturerlebnistal Aukamm sind weitere Informationen zu bekommen. Der Teilnehmerbeitrag wird als Spende abgegeben. Dabei zahlen Gruppen die Spende pro Person. Kindergartenkinder zahlen weniger. Weitere Angebote sind auch die Fortbildung für Kindergärten, Schulen, Jugendgruppen und Erwachsenen. Sie sollen mit allen Sinnen die Natur erleben. Das Gelände liegt zwischen Thermalbad und Apothekergarten. Es ist eine naturnahe Landschaft. Dort befinden sich ein Naturlehrpfad, eine Wetterstation, ein Bienenhaus, ein Lehmhaus, eine Vogelbeobachtungshütte und ein Schau-Naturgarten. Hier wird die Zusammenarbeit mit dem Umweltamt gefördert. Es entstand ein Arbeitskreis Naturpädagogik und Umweltbildung. Institutionen, Organisationen und Arbeitsgruppen beteiligen sich an dem Arbeitskreis. Ziel ist es, die Umwelterziehung zu fördern. Dazu ist ein gutes Buch erschienen. Es heißt „Streifzüge durch die Natur von Wiesbaden und Umgebung“. Es ist der Naturführer für die Region Wiesbaden und informiert über die Geologie bis zur Tier- und Pflanzenwelt. In dem Buch ist auch ein Kapitel über das Museum und der darin befindlichen Exponate, die aus der Region stammen.




Zahlen & Fakten: Stadtname:
Wiesbaden

Bundesland:
Hessen

Regierungsbezirk:
Darmstadt

Landkreis:
Kreisfreie Stadt

Höhe:
115 m ü. NN

Fläche:
203,9 km²

Einwohner:
277.493

Autokennzeichen:
WI

Vorwahl:
0611, 06122, 06127, 06134

Gemeinde-
schlüssel:

06 4 14 000



Firmenverzeichnis für Wiesbaden im Stadtportal für Wiesbaden